Riesenbeck International – kaum drei Jahre alt, mit eigener Philosophie und dem ständigen Streben nach Verbesserung

Regen vermasselt die Laune bei einem Hallenturnier nicht. Schon aus diesem Grund sind die Organisatoren des dritten Riesenbeck International Indoors** bester Dinge.

 Die aktiven Reiter kommen gern hierher – das hat sich auch bei der dritten Auflage nicht geändert. Und so soll es künftig auch weitergehen. Der Turnierkalender für das kommende Jahr ist voll mit den regelmäßigen, schon etablierten Late-Entry-Events, mit dem sommerlichen Highlight (21. – 24. Juni 2018), -  bei dem wieder Springen, Dressur und Vierspännerfahren angeboten werden -, außerdem steht der Termin für das vierte Indoors CSI** schon fest (4. – 7. Oktober 2018).

Turnierleiter Karsten Lütteken ist ganz gelassen und lobt seine vielen Helfer: „Alles läuft gut. Natürlich gibt es immer wieder Kleinigkeiten, an denen wir aber arbeiten.“ Ob internationale Champions wie Jeroen Dubbeldam (NED), Luciana Diniz (POR), Marco Kutscher (GER) oder Gerco Schröder (NED), nationale Spitzenreiter wie dem Vorjahressieger Maurice Tebbel, Tim Rieskamp-Goedeking, Johannes Ehning, die Nieberg-Brüder Gerrit und Max, oder natürlich das gesamte Stallteam von Ludger Beerbaum samt dessen ausländischen Gastreitern Clarissa Lyra (Hongkong), Meimei Zhu (China), der Kanadier Ben Asselin, und Reiter der Longines World Equestrian Academy, deren Präsident Ludger Beerbaum ist – alle kommen sie gern zur Veranstaltung, die sich nach kurzer Zeit einen guten Ruf erarbeitet hat.

Die beiden Reitplätze in den Hallen und die Außenplätze sind gut präpariert, für die Reiter ist angeboten, was sie am liebsten tun: sie können in möglichst vielen  Prüfungen ohne langen Pausen den ganzen Tag lang reiten. Die Zuschauer sind ganz nah am Geschehen, sie haben ein schönes Ambiente mit Tischen, Bänken und Blümchen direkt an der Bande.

Am Freitagabend ist Spannung, Emotion und Ausgelassenheit angesagt. Dann findet der erste sportliche Höhepunkt mit  einem internationalen Springen statt, an dem Weltklassereiter wie  nationale Größen teilnehmen. Davor geht es ans Herz mit der Verabschiedung von Ludger Beerbaums langjährigem Sportpartner Chaman. Auch hier haben sich die Macher vorgenommen, ihren persönlichen Stil zum Ausdruck zu bringen. „Wir verabschieden ein Teammitglied bei uns zu Hause“, soviel wird verraten. Und das Publikum soll eine bleibende Erinnerung in doppelter Hinsicht daran haben. Mit einer Party  und einer Lichtinstallation, die die riesige Halle in eine funkelnde Location verwandelt, wird der Tag verabschiedet.

Wer Ludger Beerbaum und seine Ansprüche kennt, der weiß, dass alles mehr als gut organisiert sein muss – so reitet und coacht er, begrüßt die Kollegen und Gäste, und er kümmert sich: Kein Helfer darf in der Bahn stehen, ohne sich um die Bodenpflege zu bemühen, Pferdeäpfel einzusammeln oder sich in anderer Form nützlich zu machen. Natürlich wird pünktlich gestartet – alles, was er bei anderen Turnieren in den vergangenen drei Jahrzehnten bemängelte, sollte bei seinem Turnier auf keinen Fall passieren.

„Es muss ständig was geschehen, das wollen die Zuschauer erleben. Langweile darf nicht aufkommen,“ so das Credo des viermaligen Olympiasiegers. Dies haben seine Mitorganisatoren und das ganze Beerbaum-Team beherzigt. Als wäre das nicht genug an Action, werden auch noch die neuen Turnierjackets in einem Fotoshooting unter Turnierbedingungen der Öffentlichkeit präsentiert.