Erstmals drei FEI-Lehrgänge für internationale Parcoursdesigner

In den vergangenen Wochen war das Publikum bei uns  wieder sehr international: nach dem Riesenbeck International Indoors ** gab es ein Seminar der Persönlichen Mitglieder der FN zum Thema "Kreative Winterarbeit im Springsattel", anschließend kamen Reiter mit ihren Pferden zu verschiedenen Trainingstagen in die Veranstaltungshalle, es gab einen der beliebten Fitnesskurse mit Imke Schlömer, einen - wie immer ausverkauften - Lehrgang für Hufschmiede und Tierärzte aus aller Welt, mit Stefan Wehrli und Dr. Jenny Hagen. Derzeit stehen drei FEI-Lehrgänge für Parcoursdesigner auf dem Programm.


38 Prüflinge aus allen Teilen der Welt werden von den Lehrgangsleitern Stefan Wirth und Rob Jansen in englischer Sprache auf die Besonderheiten im Parcoursdesign geschult - und zum Schluss auch in einer Prüfung abgefragt.
Stefan Wirth erklärt, warum die Kurse seit Bestehen von Riesenbeck International so beliebt sind, und warum erstmals drei Wochen am Stück geschult wird: "Wir finden hier beste Bedingungen vor. Da ist die große Halle, die von den Prüflingen Einiges abverlangt, wenn sie einen guten Parcours erstellen sollen. Dann haben wir den separaten Trainingsraum, die gute Verpflegung auf der Empore, das angrenzende Hotel."


Weil es in Deutschland ein gutes Ausbildungssystem gibt, müssen einheimische Absolventen nicht mit dem Kurs Level 1 beginnen, sondern dürfen gleich im Level 2 einsteigen. Das gilt für die weit angereisten Parcoursdesigner der Zukunft nicht. Die Schüler aus dem Iran, Mexiko, Marokko, Australien lernen von der Pike auf, dürfen dann im kommenden Jahr den nächsthöheren Kurs besuchen.


Die bereits erfahrenen Parcoursbauer, die den Kurs Level 3 besuchen, werden auf Herz und Nieren geprüft. Sie müssen schwierige Aufgaben bewältigen, denn nach bestandener Prüfung sind sie berechtigt, bei internationalen Turnieren auf 5*-Niveau die Parcours zu bauen.


Dann sollen die Kurse für Reiter und Pferde flüssig gebaut sein, das Publikum soll gut unterhalten werden, schlechte Bilder sollen vermieden werden, es sollen genügend - aber nicht zu viele - Nullfehlerritte produziert werden, die Zeit für die Prüfungen muss eingehalten werden (wegen Fernsehübertragungen), die Sponsoren sollen zu ihrem Recht kommen,....


"Keine leichte Aufgabe", sagt der Niederländer Rob Jansen, der deshalb genau prüft, ob er zum Schluss die begehrten Zertifikate aushändigen kann.